 Das war er also, der 42. Superbowl. Die Football-Nacht wurde gekrönt mit einem äußerst spannenden Spiel zwischen den New England Patriots und den New York Giants. Wer hätte gedacht, dass die Giants dem großen Favoriten die Show stehlen würden und sich am Ende mit 17:14 durchsetzen würden. Bilder von der Party unter Medien...
Doch der Superbowl war nun wirklich nicht das einzige Ereignis an diesem Sonntagabend, dieser Sonntagnacht. Es ging auch um den Rostocker Football. Ein neuer Name musste für das Team von der Ostsee her und dafür hatten sich die Verantwortlichen einiges einfallen lassen. Mehr als zwei Wochen konnten Vorschläge über diese Internetseite eingereicht werden. Insgesamt wurden 370 Namensvorschläge abgegeben, eine Jury suchte die fünf schönsten, besten, coolsten… davon aus. In der Woche vor dem Superbowl konnte dann an gleicher Stelle gevotet werden. Und der Sieger kann sich sehen und auch hören lassen: ROSTOCK GRIFFINS. Marcel Krohn hatte diesen Namen nicht nur als Erster eingesandt, er war auch der Erste überhaupt, der einen Vorschlag machte. 500 Euro kann „Celli“ sein eigen nennen, doch er gab die Kohle an den Verein zurück. Feine Geste.
Mit Spannung erwartet wurde am Sonntag auch die offizielle Vorstellung der „Neuen“ - Offense Coach Helge Schultz, sowie Quarterback Tom, Offensive Linemen Marco Traeder, Defense Linemen Simon Buchhorn, Corner Back Stefan Pierre und Tight End Tobi Petsch bekamen so nun erstmals ein Gesicht. Marco Traeder heimste sofort eine Menge Sympathien mit folgender Aussage ein: „Ich habe das Team bereits kennen gelernt und ich rechne mit einem Durchmarsch in die dritte Liga“.
Außerdem stellten sich auf der Superbowl-Party Katja vom Fanclub sowie Jule und Antje vom Cheer-Dance-Team vor. Ein Dankeschön ging ebenfalls an die Sponsoren – die Neuen und die Alten – und an Diego. Das ist der Mann, der die Internetpräsenz der Griffins aufgepeppt hat. Was der junge sympathische Kerl nicht verriet – er ist Tischtennisspieler beim TSV Rostock Süd. Apropos andere Sportarten: Auch die waren auf der Superbowl-Party vertreten. Neben den Tischtennisakteuren schauten auch Spieler der Rostock Piranhas und Kickboxer René Litschko vorbei.
Kurz vor dem Kick Off zum Spiel dann noch ein etwas melancholischer Moment. Um exakt 23:46 Uhr wurde der „Blue Stars“-Rap der Rostocker Gruppe Albatross letztmalig gespielt. Doch keine Bange, ein neues Stück, dann natürlich mit den Griffins in der ersten Textzeile, ist in Arbeit. Reaktionen zum allerletzten Hörgenuss des Song sind im Übrigen im Forum zu finden…
Und dann ging es endlich los. Die Sympathien im LT-Club waren klar verteilt: Nur eine Handvoll Footballfans wollten den Durchmarsch der Patriots sehen, die große Mehrheit hielt den Giants die Daumen. Lange Gesichter gab es bei denen, als die Giants nach fünf Minuten im zweiten Quarter beim Stande vom 3:7 ihre erste Interception produzierten. Die Stimmung hob sich spürbar, als Pats-Quarterback Brady kurze Zeit später zweimal innerhalb kürzester Zeit zu Boden gebracht wurde. Da war Leben in der Bude. Doch so recht an einen Erfolg der Giants mochten nur die wenigsten Fans glauben.
Es blieb bei einer „Abwehrschlacht“. Wenige Punkte bedeuten nicht automatisch ein langweiliges Spiel, das bewies der 42. Superbowl eindrucksvoll. Das vierte Quarter hatte es dann in sich. Vier Minuten gespielt – Touchdown für die Giants zum 10:7. Drei Minuten vor dem Ende machen die Patriots das 14:10. Mittlerweile ist es 3:39 Uhr. Der Showdown beginnt. Manning kann sich sensationell aus der Umklammerung lösen und bringt den Ball doch an seinen Mann. Und dann der erlösende Touchdown auf Plaxico Burress, 35 Sekunden vor dem Ende, 3:56 Uhr deutscher Zeit. Es dauert bis kurz nach Vier, bis das Spiel zu Ende ist, sich die Gatoradedusche über Giants-Coach Tom Coughlin ergießt.
Jubel im LT-Club, lediglich Heiko Pawils ist enttäuscht: „Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet“, meint der bekennende Patriots-Fans. Dennoch war der Abend, auch für Pawils, ein Erfolg. „Die Stimmung war gut, es hätten ein paar Leute mehr sein können. Und der Name, der passt zu uns“, findet der Receiver der Rostock Griffins. |